Start & Hinweise - IK-Verfahren

Beispiele

Nach den vorbereitenden Routinearbeiten fangen wir an, unsere neue Akte in INVEP anzulegen:
Dazu klicken wir den Button Neu (bzw. den mit der Sonne, wenn Sie bei den Einstellungen die Piktrogramme eingeschaltet haben) im oberen Bereich rechts an (oder nutzen die Tastenkombination ALT N).
Es öffnet sich ein Fenster (Projektauswahl) und wir wählen hier jetzt das Projekt Insolvenzverfahren. Wir schließen mit dem Button Verfahren anlegen, bzw. mit der Diskette mit dem Schließenkreuz (unten rechts).
Nachdem wir unsere Auswahl zur Aktenanlage geschlossen haben, erscheint das Fenster Stammdaten, wo wir zunächst oben links die Verfahrensbezeichnung eingeben.

Lassen wir den Curser auf einem Bearbeitungsfeld ruhen, erscheint im unteren Bereich des Fensters die Erklärung dazu.


Diese Verfahrensbezeichnung erscheint nicht bei den Auswertungen oder Anschreiben, sondern ist nur für interne Abfragen z.B. für den Handaktenbogen.


Es folgen das Gerichtsaktenzeichen und das Insolvenzgericht.

Wenn der Button für die Gerichtsauswahl mit gehaltener ShiftTaste angeklickt wird, kann die Gerichtsnummer eingegeben werden, die wir für die Übermittlung der Daten nach dem InsStatG dringend benötigen!Wurde vom Insolvenzgericht eine Verfahrens-ID vergeben, gegen Sie diese bitte ebenfalls hier ein und trennen die Daten durch einen Doppelpunkt. Die Verfahrens-ID wird vor der Gerichts-ID erfasst.


Bei Verfahrenstyp wählen wir aus, um welche Art Verfahren es sich handelt: Regelinsolvenz, Verbraucherinsolvenz etc.

Funktion legt die Art des Beauftragten fest: vorl. Ver-/Sachwalter, Inso-Verwalter, Treuhänder, Sachwalter, Konkursverwalter oder Sachverständiger.

Direkt darunter erfassen wir den Schuldner und ggf. darunter die Handelsregister-Nr. mit dem zuständigen Register-Gericht.

Um die weiteren Daten erfassen zu können, muss erst gespeichert werden. Nun werden die entsprechend der Verfahrensart relevanten Namen der Sachbearbeiter (auch des Verwalters (Treuhänders, Sachverständigen etc.) erfasst.

Ganz wichtig für die Auswertungen ist auch die Pflege der Verfahrensdaten. Es können noch nicht gleich alle Daten erfasst werden, aber immer wenn sich eine Änderung ergibt (Verfahrensabweisung, Masseunzulänglichkeit, Massearmut etc.) müssen hier die entsprechenden Felder ausgefüllt werden.

Immer wieder der Satz: Wenn die Datenpflege stimmt, stimmen auch die Auswertungen!



So erfassen wir - je nach Verfahrensart - auch das zuständige Finanzamt mit der neuen Steuer-Nummer für den Zeitpunkt ab Insolvenzeröffnung.

Das Verfahrenskonto wird in die letzte Zeile eingetragen. Wir haben die Möglichkeit weitere Verfahrenskonten anzulegen, wenn dies nötig werden sollte. Wir können wählen, ob wir ein RA-Anderkonto, ein Verwalter-Sonderkonto oder ein Treuhandkonto anlegen möchten.

Der Button Statistik fragt Angaben zum Inolvenz-Statistik-Gesetz ab, auch hier ist das Ausfüllen sinnvoll, denn dann brauchen diese Daten nicht nacherfasst zu werden, wenn die Statistikdaten zu senden sind.

Sehr praktisch ist auch, wenn wir das Feld Memo (intern) sorgfältig mit ausgewählten Informationen füllen. Denn so können relevante Notizen von allen Sachbearbeitern gleichsam genutzt werden. Das Memo wird am Ende des Handaktenbogens ausgedruckt. Mit der Memo-Funktion können Sie überall dort, wo Sie in INVEP [Memo]-Buttons vorfinden, zusätzliche Informationen über Sachverhalte oder Personen eingeben.
Siehe hierzu auch unter MEMO im Dashboard.

Bei der Anlage der Verfahren werden viele Daten erfasst: Schuldner, Gläubiger, gesetzliche Vertreter, anwaltliche Vertreter, Drittschuldner, Arbeitgeber, Vermieter etc. Wir müssen von Anfang darauf achten, dass jede Anschrift so gespeichert wird, dass möglichst keine Dubletten erzeugt werden und auch die Bezeichnungen zu den Personen passen (Vertreter als Organ einer Firma ist nicht z.B. Vertreter = Anwalt des Gläubigers).



Das A und O der Auswertungen ist die peinlich genaue Erfassung der Daten. Aber: Die Erfassung von Durchwahlen und Fax-Nr. der Beteiligten erzeugt immer wieder neue Adressen zu den vorhandenen und das Adressarchiv wird dadurch verstopft. Eine rasche Suche (die automatisch bei der Erfassung eines Namens erfolgt) wird bei verstopften Adressarchiven zu einer langwierigen und teilweise auch erfolglosen Aktion, da Adressen, die öfter als 100 x erfasst wurden, nicht abgebildet werden.

Erläuterung

Die IK-Verfahren beinhalten nicht allzu große Herausforderungen. So muss hier beispielsweise keine zeitliche Abrechnung der geleisteten Arbeit erfolgen, wie z.B. bei den Regelverfahren und Gutachtertätigkeiten. Auf jeden Fall sollten immer alle Daten und Angaben sorgfältigst erfasst werden, um wieder auf Anhieb verwertbare Auswertungen zu erhalten.

Die nachstehende Checkliste können Sie sich zum Ausdrucken markieren und auf eine leere Seite kopieren. Sollte etwas fehlen, informieren Sie uns bitte.

Checkliste IK-Verfahren Datum SB-Kürzel
Akte anlegen
Gerichtskate kopieren und zurücksenden
Fristen und Termine notieren:
- Vorfrist + Frist Prüf-/Berichtstermin
- Vorfrist + Frist Drittelfrist (Gläubigerliste m. Zustellnachw.)
- Vorfrist + Frist Übersendung Tabelle
- Vorfrist + Frist 1. Sachstandsbericht (6 M. nach Prüftermin)
Erstanschreiben Schuldner - Termin
Schweigepflicht-Entbindungserklärung Schuldner
Belehrung Schuldner
Erstanschreiben Schuldnerbank
Anfrage Kfz-Zulassungsstelle
Arbeitgeber - optional
Rückschlagsperren in Bezug auf Lohnpfändungen prüfen
Abtretungen prüfen / evtl. 2-Jahrersfrist notieren
Veröffentlichung im Internet
Dauerschuldverhältnisse:
- Miete
- Energieversorger
- Telefon
- Versicherungen
- sonstige/weitere Verträge des Schuldners prüfen
Gläubigerrundschreiben
Nachzügler-Gläubiger
Forderungen erfassen und prüfen
Gläubigerliste mit Zustellnachweis an Gericht
Tabelle mit Bericht an Gericht
Evtl. Drittschuldner erfassen und anschreiben
Evtl. Vermögensgegenstände erfassen
Steuererklärung vom Schuldner erstellen lassen
Nebenkostenabrechnung und Verbrauchsabrechnungen anfordern
Anderkonto anlegen
Anderkonto buchen
Abschlagsverteilung
Folgebericht vorbereiten
Schlussbericht vorbereiten
Gläubiger mit Ausfallforderungen anschreiben
Nachmeldungen zum Schlusstermin prüfen und fertig machen
Schlussbericht / Schlussrechnung erstellen
Quotenzahlungen
Beschluss zum Schlusstermin zustellen
Veröffentlichung Schlusstermin im Internet
Zustellnachweis an das Gericht

Hinweise

Siehe auch



Schatten