Insolvenzstatistik - Vorerfassung

Beispiele

Erläuterung

Bei der Anlage der Akte sollte auch gleich die Gerichtsnummer erfasst werden. Spätestens bei der Übermittlung der statistischen Daten wird die Gerichtsnummer zum Schlüssel der Übertragung. Die jeweils aktuelle Liste der Gerichtsnummern kann über die Googlesuche "Invep Gerichtsnummern" gefunden oder direkt vom statistischen Bundesamt geladen werden.

Das Feld für die Gerichtsnummer finden Sie in den Stammdaten neben dem Insolvenzgericht. Es ist ein kleines Kästchen zum Anklicken mit der Tastenkombination Shift und Mauszeiger. Die dort zu erfassenden Angaben (Gerichtsnummer:Verfahrens-ID:Sonderaktenzeichen) werden durch einen Doppelpunkt von einander getrennt. Ist keine Verfahens-ID vergeben, aber ein Sonderaktenzeichen, dann tragen Sie bitte für die Verfahrens-ID einen Doppelpunkt ein (Gerichtsnummer::Sonderaktenzeichen)
Eine Verfahrens-ID wird von den Insolvenzgerichten bei IK-Verfahren vergeben.
Ein Sonderaktenzeichen ist ein Aktenzeichen außerhalb der Aktenzeichenlogik.


Falls Sie die Gerichtsnummer nachtragen achten Sie bitte darauf, dass Sie sowohl nach der Erfassung der Gerichtsnummer dieses Feld mit speichern verlassen und zusätzlich die Stammdatenänderung speichern, also auch mit speichern verlassen. Sonst ist die Änderung der Stammdaten (Gerichtsnummer) nicht gespeichert.


Weiterhin müssen die Stammdaten immer aktualisiert werden, denn ab 1. Januar 2021 müssen sämtliche relevanten Änderungen in den Verfahren innerhalb von sechs Wochen den statistischen Ämtern gemeldet werden. Die Vollzähligkeitskmeldungen werden nun durch die Insolvenzgerichte an die Statistikämter geleitet.

Hinweise

Erfassungsbögen zum InsStatG

Das Statistische Bundesamt (Destatis) stellt auf seinen Seiten die aktuellen Erfassungsbögen zum Gesetz über die Insolvenzstatistik zur Verfügung. In Absprache mit Destatis stellen wir diese Bögen hier ebenfalls zum Download zur Verfügung.Vom Verwalter müssen die Bögen RB, VB und X ausgefüllt und entweder digital übermittelt oder ausgedruckt und eingesendet werden. Die Bögen RA und VA werden vom Gericht ausgefüllt.
Bogen RA Regel-, Nachlassinsolvenzen

Bogen RB Regel-, Nachlassinsolvenzen - Ergebnis

Bogen VA Verbraucherinsolv., Kleinverfahren

Bogen VB Verbraucherinsolv., Kleinverfahren - Ergebnis

Bogen X Einleitung der Restschuldbefreiung

Bitte berücksichtigen Sie, dass die tatsächlich zu verwendenden Bögen von den jeweiligen statistischen Landesämtern herausgegeben werden. Bei den hier bereitgestellten Bögen handelt es sich um die Entwürfe von Destatis, die zur finalen Umsetzung an die Landesämter weitergeleitet wurden.
Das Insolvenzstatistikgesetz wurde im Dezember 2011 zusammen mit dem Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) veröffentlicht. Bundesgesetzblatt 2011.64 Insolvenzstatistikgesetz ab Seite 8
Auf den Erhebungsbögen muss eine Spezifikation der insolventen Firma gemäß WZ2008 erfolgen. Die WZ-Nummern sind standardisiert. WZ-Nummern-Listen können z.B. von den statistischen Landesämtern sowie dem Statistischen Bundesamt (Destatis) geladen werden. Wir stellen Ihnen hier einen Link zur vollständigen WZ-2008-Liste von Destatis zur Verfügung. Der Stand ist der 19.10.2012. Wir weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Garantie für die Aktualität dieser Datei übernehmen können. Bitte kopieren Sie sich den entsprechenden Link in Ihren Browser:

WZ-2008 Klassifikation der Wirtschaftszweige (Wikipedia)

WZ-2008-vollständig das vollständige WZ-2008-Dokument von Destatis

Informationen zu den Gerichtsnummern können Sie aus unserer FAQ-Liste entnehmen.

Bundeslandspezifische Informationen

Basierend auf den Vorgaben des statistischen Bundesamtes haben die 14 statistischen Landesämter ihre eigenen Vorgaben und Herangehensweisen für die Handhabung des Insolvenzstatistikgesetzes definiert. Wir haben alle deutschen Landesämter angeschrieben und darum gebeten, uns die landesspezifischen Vorgaben mitzuteilen. Generell gilt, dass - sofern überhaupt die Papierform akzeptiert wird - die offiziellen Bögen von Destatis verwendet werden können. Sofern landesspezifische Bögen nicht zur Verfügung stehen, können die Informationen also auf den allgemeinen Destatis-Bögen eingereicht werden. Wenn die digitale Datenübermittlung verwendet wird, so werden die Daten jeweils nicht beim statistischen Landesamt, sondern direkt an das statistische Bundesamt Destatis übermittelt. Das statistische Bundesamt übermittelt eine Empfangsbestätigung und Vollständigkeitsprüfung als Bestandteil der Datenkommunikation. Die Bestätigung kann dann beim Amtsgericht eingereicht werden. Wenn Papierbögen eingereicht werden, so werden diese zwar an das zuständige Landesamt adressiert, jedoch bei Gericht eingereicht. Das jeweilige Gericht führt dann eine Vollzähligkeitsprüfung durch und leitet die Bögen an das jeweilige Statistische Landesamt weiter.

Berlin-Brandenburg
Sofern irgend möglich sollten die Meldungen an das Statistische Landesamt digital erfolgen, also nicht in Papierform. Die Papierbögen können direkt von der Internetseite des statistischen Landesamtes geladen werden. Die Erhebungsbögen von Berlin/Brandenburg wurden in INVEP direkt eingepflegt.

Adresse:
Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
Referat 34
Behlertstraße 3a, 14467 Potsdam
Tel.: 0331 8173-1341, Fax: 030 9028-4029
E-Mail: insolvenzen@statistik-bbb.de
www.statistik-berlin-brandenburg.de

Schleswig-Holstein und Hamburg
Sofern irgend möglich sollten die Meldungen digital erfolgen, also nicht in Papierform an das Statistische Landesamt.

Adresse:
Steckelhörn 12
20457 Hamburg
Tel: 040 42831-1766
Fax: 040 42831-1700
E-Mail: poststelle[at]statistik-nord[dot]de


Bremen
Es werden die Papierbögen sowie eine digitale Datenübermittlung akzeptiert. Die digitale Dateneinspielung wird jedoch bevorzugt. Die statistische Landesbehörde Bremen stellt Softwareentwicklern die eigenen Bögen nicht zur Einarbeitung in die Software zur Verfügung, hat jedoch darauf hingewiesen, dass in jedem Falle auch die allgemeinen Bögen von Destatis akzeptiert werden.

Adresse:
Freie Hansestadt Bremen
Statistisches Landesamt Bremen 2 - Bevölkerung und Staat
An der Weide 14-16, 28195 Bremen
Tel.: +49 421 361- 2463, Fax: +49 421 496- 19999
www.statistik.bremen.de

Sachsen
Es werden die Papierbögen sowie eine digitale Datenübermittlung akzeptiert. Die digitale Dateneinspielung wird jedoch bevorzugt. Es werden die allgemeinen Papierbögen gemäß der Vorlagen von Destatis akzeptiert. Die Erhebungsbögen von Sachsen wurden in INVEP direkt eingepflegt.

Adresse:
STATISTISCHES LANDESAMT DES FREISTAATES SACHSEN - Referat 33 Register
Macherstraße 63, 01917 Kamenz, Postanschrift: PF 1105, 01911 Kamenz
Tel.: +49 3578 33-3320, Fax: +49 3578 33-553320
www.statistik.sachsen.de


Niedersachsen
Es werden die Papierbögen sowie eine digitale Datenübermittlung akzeptiert. Die digitale Dateneinspielung wird jedoch bevorzugt. Das Land Niedersachsen hat die eigenen Erfassungsbögen zur Verfügung gestellt, diese wurden in INVEP eingepflegt.

Adresse:
Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN)
Fachgebiet 325 - Insolvenzen u. Gewerbeanzeigen
Göttinger Chaussee 76 (LSKN 1), 30453 Hannover
Tel: 0511/9898-1224, Fax: 0511/9898-4312
www.lskn.niedersachsen.de


Bayern
Es werden die Papierbögen sowie eine digitale Datenübermittlung akzeptiert. Bayern hat eigene Landesbögen zur Verfügung gestellt, die in INVEP eingepflegt wurden. Das statistische Landesamt Bayern hat für das Insolvenzstatistikgesetz eine eigene Internetseite aufgebaut, die Sie unter folgender Web-Adresse erreichen können:
https://www.statistik.bayern.de/erhebungen/00696.php
Die Seite stellt allgemeine Informationen, sowie die bayerischen Varianten der Erhebungsbögen zum Download zur Verfügung. Eine Variante der Erhebungsbögen ist für ein direktes Ausfüllen am Bildschirm geeignet.

Adresse:
Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
- Dienststelle Schweinfurt -
Sachgebiet 52 Unternehmensregister, Gewerbeanzeigen, Insolvenzen
Gunnar-Wester-Str. 6, 97421 Schweinfurt
Tel.: 09721-2088 331, Fax: 09721-2088 341
www.statistik.bayern.de

Nordrhein-Westfalen
Die Papiererhebungsunterlagen für die Bögen VA und RA liegen in NRW nicht vor, da diese Erhebungsunterlagen direkt vom Gericht auf elektronischem Wege übermittelt werden. Die Bögen RB, VB und X wurden vom statistischen Landesamt Nordrhein-Westfalen zur Vergügung gestellt und in INVEP eingespielt. Es wird die digitale Datenübermittlung und die Papierform akzeptiert.

Adresse:
Information und Technik Nordrhein Westfalen
Geschäftsstelle Statistik - Referat 524 Insolvenzen
40193 Düsseldorf
Tel.: 0361/37 84 535 oder 0211 9449-3086
Mail: insolvenzen@it.nrw.dewww.it.nrw.de/statistik/p/erhebung/insolvenzen

Thüringen
Die Papiererhebungsunterlagen für die Bögen VA und RA liegen in Thüringen nicht vor, da diese Erhebungsunterlagen direkt vom Gericht auf elektronischem Wege übermittelt werden. Die Bögen RB, VB und X wurden vom Statistischen Landesamt Thüringen zur Verfügung gestellt und in INVEP eingespielt. Es wird die digitale Datenübermittlung und die Papierform akzeptiert.

Adresse:
Thüringer Landesamt für Statistik
II.4.2
Europaplatz 3, 99091 Erfurt
Tel.: 0211 9449-3076, FAX: 0361/37 84 699
Mail: Sigrid.Nusspickel@statistik.thueringen.de
www.statistik.thueringen.de

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Warnungen zu Java

Es dürfte mittlerweile allgemein bekannt sein, dass sowohl das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) als auch eine Vielzahl an Fachpublikationen davor warnt, Java auf einem Computer zu installieren, wenn es denn nicht unbedingt sein muss. Überaus häufig tauchen Meldungen auf die davor warnen, dass man sich mit einen Computer mit installiertem Java einer sehr großen Gefahr der Kompromitierung aussetzt. INVEP-Anwender haben hier nichts zu befürchten, da Java vollständig gekapselt auf dem Server läuft und es keinerlei Möglichkeit gibt, diese Java-Installation von außen her zu beeinflussen. Anders ist dies bei PC-Systemen, auf denen Java installiert ist. Einige Insolvenz-Softwaresysteme verlangen zwingend eine Installation von Java auf dem Arbeitsplatzrechner, um die InsStatG-Meldungen zu erzeugen oder zu übermitteln. Eine Firewall kann eine solche Installation nicht schützen, da die Angriffe von der Firewall in der Regel nicht erkannt werden. Sofern es denn überhaupt einen Schutz gibt, liegt er darin, jeweils die aktuellste Java-Version auf dem Rechner zu installieren und alle älteren Versionen zu deinstallieren.

Siehe auch



Schatten